Ernest Hemingway

Ernest Miller Hemingway (geboren 21.7.1899, gestorben 2.7.1961) war ein amerikanischer Schriftsteller.

Hemingway wurde als Sohn eines Landarztes und einer ausgebildeten Opernsängerin geboren. Er arbeitete nach dem Schulabschluss zunächst als Volontär im "Kansas City Star". Während des Ersten Weltkrieges kämpfte er als Freiwilliger an der italienischen Front, wo er schwer verwundet wurde.

Ab 1921 lebte er in verschiedenen europäischen Ländern, wie in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich und Spanien und schrieb neben seinen Romanen und Erzählungen zahlreiche Artikel für Zeitschriften. Seine letzten Lebensjahre, in denen er zunehmend an schweren Depressionen litt, verbrachte er größtenteils auf Kuba. 1961 schied er freiwillig aus dem Leben.

Hemingway wurde mit seinen "Short Stories" -"In unserer Zeit" (1925)- bekannt, die sich durch einen bis dahin einzigartigen, knappen, kurzen und treffenden Erzählstatus auszeichneten. Mit der Kunst des Verzichts, der sogenannten Eisbergtechnik – der Leser sieht nur die Spitze, weiß aber, daß dies nur ein Bruchteil des Ganzen ist – hatte er eine dichterische Ausdrucksmöglichkeit gefunden, die die Lebenssituation der "Verlorenen Generation" vermittelte, ohne ins Kitschige abzugleiten.

Hemingways spröder und disziplinierter Stil wurde zum Vorbild für zahlreiche Schriftsteller.

Hemingway thematisierte in seinen Büchern das Existensdilemma der Kriegsgeneration, einer Generation, die jeglichen Glauben an positive Werte und an eine mögliche Zukunft verloren hatte -"Fiesta" (1926), "In einem anderen Land" (1929).

Die Erfahrung, die Hemingway als Kriegsberichterstatter im Spanischen Bürgerkrieg (1936/39) machte, verarbeitete er in dem Roman "Wem die Stunde schlägt" (1940).

Eine stilistische Meisterleistung ist sein bekannter Kurzroman "Der alte Mann und das Meer" (1952), für den Heminway 1954 den Nobelpreis für Literatur erhielt. Dieser Kurzroman wurde von Fred Zinneman verfilmt, die Hauptrolle spielte Spancer Tracy.

Weitere Werke: "Die grünen Hügel Afrikas" (1935), "Der Schnee vom Kilimandscharo" (1936), "Haben und Nichthaben" (1937), "Über den Fluß und in die Wälder" (1951), "Paris- ein Fest fürs Leben" (1964), "Der Garten Eden" (1987).